Die Anfänge

Erstmals wurde 1930 erwähnt, dass in Kemberg Fußball gespielt wurde. Am 17. Juli 1930 stellte Turnbruder Fritz Heinze den Antrag, eine Fußballmannschaft aufzustellen. Die Versammlung stimmte zu. Fritz Heinze wurde beauftragt, die Mannschaft aufzustellen. Er wurde Leiter des Teams und gehörte gleichzeitig dem Turnrat an. Schon am 30. August 1930 konnte die junge Mannschaft ihr erstes Spiel gegen den VfL Wittenberg mit 7:5 gewinnen. Den zweiten Erfolg erzielte die Mannschaft am 21. September mit einem 5:1 gegen die Mannschaft SV 07 Wittenberg. Nun berichtete Fritz Heinze zu jeder Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung über die stattgefundenen Spiele und die Arbeit beim Training. Es dauerte nicht lange und es kam zu Differenzen zwischen der Fußballmannschaft und der Vereinsleitung. Ein Anlass war die Kostenfrage, denn die neue Mannschaft benötigte alles, um einen geordnetenSpielbetrieb aufzubauen. Das belastete die Vereinskasse sehr stark, denn die Ausgaben standen in keinem Verhältnis zu den monatlichen Beiträgen von 40 Pfennig. Von der Vereinskasse mussten auch noch 20 Pfennige pro Mitglied an die Gaukasse abgeführt werden. So wurde am 12. August 1930 die Anschaffung von 2 Toren im Wert von 14,80 Mark bewilligt. Am 8. Oktober bat Turnbruder Heinze um die Genehmigung des Kaufs eines Balles und 2 Eckpfosten. Auch dieses wurde vom Verein gebilligt.

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Wegen der immer öfter auftretenden Differenzen trat die gesamte Fußballabteilung geschlossen aus dem Männer-Turnverein aus. Dazu gehörten z.B. Walter Namislo, Otto Thieme, Erich Semmer, Erich Endler, Rudolf Rademacher, Ernst Bemdt. Diese Sportler gründeten den Fußballverein "Rot-Weiß". Fritz Heinze gab bekannt, dass der neue Verein aus 2 kompletten Mannschaften bestand und  sich der Verein dem Mitteldeutschen Spielerverbund angeschlossen hätte. Am 3. Januar wird protokolliert, dass der Mitteldeutsche Spielerverbund die Mitgliedschaft des Kemberger Fußballvereins ablehnte. Nach anfänglichen Spielen unter dem Namen MTV Kemberg (Männer-Turnverein) wurde ab der zweiten Hälfte des Jahres 1931 fortwährend als Sportverein (SV) Rot-Weiß Kemberg gespielt.

 

 

Nach dem Krieg

Bild2Die Fußballer beginnen sofort nach dem Krieg wieder mit dem Training. Unter anderem sind Erhard Wend, Fritz Braunsdorf und Helmut Ruprecht die

Hauptinitiatoren, die den Fußballwettkampfbetrieb wieder ins Leben rufen.
In der Schlusstabelle vom 24.Mai 1946 ist Kemberg als eine von 7 Mannschaften bereits vertreten. Die Mannschaft spielt in den nächsten Jahren recht erfolgreich auf Kreisebene und durch stetig wachsenden Zuspruch wird schon Anfang der 50iger Jahre eine 2.Männermannschaft gebildet.
Auch die Nachwuchsarbeit trägt Früchte und so gewinnen Kemberger Jugendmannschaften in den 50iger Jahren zweimal den Junge Welt - Pokal auf Kreisebene, was sich 1960 wiederholte.
Die Juniorenmannschaft spielt in den sechziger Jahren mehrmals in der Bezirksklasse erfolgreich mit, jedoch in den 70er Jahren bleibt es den Kembergern verwehrt, in dieser Klasse anzutreten, da immer wieder andere Mannschaften den begehrten Kreismeistertitel holen.
1970/71 wird die erste Damen-Fußballmannschaft gebildet. Die Mitgliederzahlen steigen in dieser Zeit ständig und immer mehr Teams nehmen am Spielbetrieb teil.

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In all diesen Jahren wird der Grundstein für die späteren Erfolge gelegt. Ausdruck der systematisch geleisteten Arbeitim Kemberger Fußball ist schließlich der erstmalige Aufstieg der Männermannschaft um die Übungsleiter H.-J. Schrauder und H.Bannert in die damalige Bezirksklasse nach der Saison 1980/81 zum 50-jährigem Jubiläum des Sportvereins.

 

 

 

 

 

1980 - 1991

ImageNach dem Aufstieg kann sich die Mannschaft trotz vieler Neuzugänge wie A. Stahl von "Aktivist" Gräfenhainichen, W. Eiglmeier von "Traktor" Könnern sowie H.-D. Thauer von "Aufbau" Pratau nur ein Jahr in der Bezirksklasse halten.
Der Wiederaufstieg gelingt bereits in der nächsten Saison und so spielt die 1. Männermannschaft 1982/83 wieder in der Bezirksklasse - jedoch erneut nur für 1 Jahr.  Auch die 2. Männermannschaft schafft in diesem Jahr den Aufstieg in die 1. Kreisklasse, doch auch dieser Erfolg währt nur die kommende Saison.
In den Jahren danach gelingt es bis 1991 keiner Kemberger Mannschaft mehr, höherklassig zu spielen, doch allgemein zählt Kemberg in den 80iger Jahren zu den Vereinen, die im Kreismaßstab die meisten Mannschaften für den Wettspielbetrieb melden und gilt deshalb als herausragender Verein.
Die Saison 1988/89 zählt zu den schwierigsten in der bisherigen Vereinsgeschichte, denn die 1. Mannschaft liegt in der Kreisklasse lange Zeit auf einem Abstiegsplatz und kann nur in der 2. Halbserie einen Absturz verhindern. Bereits im Folgejahr zeigt die Formkurve wieder nach oben und es gelingt die Erringung des 3. Platzes.
Die Saison 1990/91 wird auf Grund der neuen politischen Situation für den Nachwuchsbereich eine schwierige, da nur sehr wenige andere Mannschaften am Wettspielbetrieb teilnehmen. Für den Männerbereich gilt da zum Glück nicht, und der Mannschaft um wiederum H.-J. Schrauder gelingt ein sensationelles Ergebnis mit 21 Siegen und lediglich 3 Unentschieden in der kompletten Serie.
In der anschließenden Qualifikation gelingt der dritte Aufstieg in die Bezirksklasse.

Nach 1991

ImageMit dem fulminanten "Durchmarsch" in die Bezirksklasse setzt sich nun endlich Kemberg in dieser Liga fest und spielt vorerst bis zur Saison 1997/98 in der Grauzone der Tabelle. Präsident Geipel verkündet seine "Vision 2000" - den Aufstieg in die Landesliga - und mit dem Engagement von Olaf Schaller  von vormals VFL Gräfenhainichen wird nach Ausbau des Spielerkaders in der Serie 1999/2000 der Aufstieg geschafft.
Auch der 2. Männermannschaft gelingt 1999 der Aufstieg in die Kreisliga und beide Mannschaften spielen in der kommenden Saison im Mittelfeld mit.
Ein anderes erfreuliches Kapitel sind die stetig wachsenden Leistungen im Kemberger Nachwuchs ab Mitte der 90er Jahre. A- und B-Jugend spielen sehr erfolgreich in der Landesliga und verpassen zweimal nur knapp als Staffelsieger den Aufstieg in die Verbandsliga.
Auch im Pokal hinterlässt Kemberg Spuren... am gewaltigsten mit Sicherheit 1994 in der 1. Runde des DFB-Pokals mit dem geschichtsträchtigen 5:3 Sieg gegen die 2 Klassen höher angesiedelte Mannschaft Sp.Vgg. Thale 04.
Im Nachwuchs werden vor allem bei den B-Junioren des Öfteren die Kreispokale eingeheimst.
Nach dem 1972 - 1974 eher kurzlebigen Kemberger Frauenfußball begann 1994 die "zweite Zeitrechnung" und es wurde die seitdem erfolgreich agierende Damen-Fußballmannschaft gegründet.
Seit jeher erfolgreich aktiv und nicht zu vergessen sind die "Alten Herren" des SV Rot-Weiß Kemberg. Wer attraktiven, wenn auch nicht mehr so schnellen, Fußball erleben möchte, ist bei den Freitagabend-Spielen der Fußball-Senioren sehr gut aufgehoben.

 

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